Architektur Galerie Berlin

Ausstellungsansicht von "AllesWirdGut"

AllesWirdGut Weg Schauen

AllesWirdGut arbeitet seit 1999 an Projekten mit sehr unterschiedlichen Maßstäben. In den letzten Jahren entstanden beispielsweise das Zivilschutzzentrum Innichen (2007), die Neugestaltung des Festspielgeländes Römersteinbruch (2008) und das Niederösterreichhaus Krems (mit feld72, 2010). Im vergangenen Jahr wurde unter anderem die Wohnanlage Herzberg (mit feld72) fertig gestellt sowie der Wettbewerb für das Technikzentrum WIFI St. Pölten gewonnen (2013).

In ihrer Arbeit konzentriert sich AllesWirdGut vor allem auf inhaltliche Fragestellungen und daraus resultierende Synergien, also sich ergänzende und somit Ressourcen sparende Funktionen. Mit diesem pragmatischen Ansatz werden die Potentiale der Entwurfsaufgabe und des Kontextes exakt untersucht und sogenannte Probleme schließlich als Chance für neue, unerwartete Möglichkeiten betrachtet. Ziel dieser Arbeitsweise ist es – jeweils über die unmittelbar gegebene Aufgabenstellung hinaus – zusätzliche Qualitäten zu finden und im Entwurf entsprechend herauszuarbeiten. Die architektonische Gestalt wird also jeweils aus der spezifischen Aufgabe heraus entwickelt. Eine gleichbleibend wichtige Rolle spielt dabei das Arrangement der Wege in und um das Gebäude sowie die daraus resultierende Vernetzung der Bauten mit ihrer Umgebung.

Die Ausstellung greift diesen Aspekt auf und untersucht potentielle Wegesequenzen beispielhaft an zwei scheinbar ähnlichen Projekten – dem Neubau Niederösterreich Haus Krems und der Studie für den Neubau Wimmermedien in Linz. Im Mittelpunkt stehen dabei die Raumfolgen, die entstehen, wenn man die öffentlich zugänglichen Räume innerhalb und zwischen den Gebäuden auf unterschiedlichen Wegen durchläuft. Die Analyse erfolgt mit Hilfe der Gegenüberstellung von Positiv- und Negativmodellen, sogenannten Weg-Partitur-Diagrammen und storybordähnlichen Perspektivfolgen. Die elementaren Charakteristiken der einzelnen Raumfolgen werden hierfür bewusst zeichenhaft durch eine abstrakte Darstellung visualisiert. Die vergleichende Gegenüberstellung verdeutlicht, welches hohe dramaturgische Potential im Prinzip unspektakuläre Räume aufweisen, wenn sie beim Durchlaufen bewusst als Sequenz wahrgenommen werden.

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Foto: Jan Bitter

Foto: Jan Bitter,
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