Architektur Galerie Berlin

Ausstellungsansicht von "Annette Gigon / Mike Guyer"

Annette Gigon / Mike Guyer Zeit Räume

Annette Gigon und Mike Guyer haben beide an der ETH Zürich diplomiert und gründeten 1989 das gemeinsame Büro. Bereits mit ihrem ersten Bau, dem Kirchner Museum in Davos, wurde das Büro 1992 international bekannt. Es folgten zahlreiche weitere Museumsprojekte wie die Erweiterung des Kunstmuseums in Winterthur, das Museum Liner Appenzell, das Archäologische Museum und Park Kalkriese bei Osnabrück, die Donation Albers-Honegger in Mouans-Sartoux sowie die beiden Neubauten für das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.

In den letzten Jahren haben sich Gigon/Guyer auch intensiv mit Wohnungsbau auseinandergesetzt und dabei neue Lösungen sowohl für den gehobenen als auch für den kostengünstigen Wohnungsbau entwickelt. Der erste Preis beim Wettbewerb für das gerade fertig gestellte Bürohochhaus Prime Tower in Zürich – das höchste Haus der Schweiz – ermöglichte den Architekten erstmals das Arbeiten in einem größeren Maßstab.

Die Architekturen von Gigon/Guyer unterscheiden sich jeweils durch ihre verschiedenen Konstruktionen, Materialien und Formen. Grundlage dafür sind die eigenständigen Konzepte, die jeweils aus dem spezifischen Kontext und den unterschiedlichen Aufgabenstellungen entwickelt werden. Bei zahlreichen Projekten wurde die Farbgestaltung gemeinsam mit Künstlern erarbeitet. Für ihre Arbeit erhielten Gigon/Guyer Architekten unter anderem den Fritz Schumacher Preis, die RIBA-Fellowship und den Tageslicht-Award, den höchstdotierten Architekturpreis der Schweiz.

Die Ausstellung in der Architektur Galerie Berlin bietet einen besonderen Zugang zur Arbeit von Gigon/Guyer Architekten. Zentrales Medium für die Vermittlung ist der Film, der dem Blick auf die dargestellte Architektur zusätzlich eine zeitliche Dimension verleiht. Dabei werden die Bauten als bewegte, leuchtende Abbilder in den Ausstellungsraum versetzt. Die Aufnahmen des jungen Schweizer Filmemachers Severin Kuhn fangen alltägliche Regungen rund um die Gebäude ein, die in der klassischen Architekturfotografie zumeist keinen Platz haben. Damit werden die Bauten im eigentlichen Sinn des Wortes animiert. Ergänzende Informationen und Planmaterial zu den portraitierten Projekten finden sich in einer gesonderten Broschüre.

Im Verlag Lars Müller Publishers ist kürzlich eine umfangreiche Monographie erschienen, welche die wichtigsten Bauten und Projekte von 2001 bis 2011 ausführlich dokumentiert.

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