Architektur Galerie Berlin

Ausstellungsansicht von "Christ & Gantenbein"

Christ & Gantenbein Bilder aus Italien

Nach Abschluss ihres Studiums an der ETH Zürich reisten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein 1998 mit einem Stipendium der Ernst Schindler Stiftung zwei Monate lang durch Italien. Diese klassische „Italienreise“ führte von Verona über Vicenza, Venedig, Padua und Ravenna nach Bologna, weiter über Rimini und Urbino nach Arezzo und Florenz. Von dort ging es über Siena, Pienza, Bagnaia und Caprarola nach Rom und zuletzt nach Neapel. Im Verlauf der Reise entstanden rund 1.200 Dias von Gebäuden, Räumen und Orten, die sie gezielt aufsuchten oder auf die sie zufällig trafen.

Diese Aufnahmen bilden nun den Mittelpunkt der Ausstellung, in der sie auf indirekte Weise das Architekturverständnis von Christ & Gantenbein illustrieren. Das Spektrum der mit einem einfachen Diaprojektor an die Wand geworfenen fotografischen Eindrücke reicht dabei von klassischen Bauwerken über Ikonen der Moderne bis hin zu anonymen Zeugnissen italienischer Baukultur. Ein Audio-Kommentar, in dem Emanuel Christ und Christoph Gantenbein die Bilder deuten und den Einfluss ihrer Italienreise auf ihr Architekturverständnis erläutern, vervollständigt die visuelle Reise. Auf der Grundlage subjektiver Eindrücke vermittelt die Ausstellung so mittels atmosphärischer, systemischer und konkreter Referenzen eine zeitgenössische Architekturposition. Integraler Bestandteil des Ausstellungskonzepts ist das parallel erscheinende Buch „Pictures from Italy“, das Bilder der Architektur von Christ & Gantenbein mit Aufnahmen ihrer Italienreise konfrontiert.

Seit der Gründung ihres gemeinsamen Büros 1998 haben sich Emanuel Christ und Christoph Gantenbein mit einer Vielzahl von Bauten und Projekten in sehr unterschiedlichen Maßstäben weltweit einen Namen gemacht. In den letzten Jahren entstanden unter anderem der Ancient Tree-Pavillon in China (2007), die Sanierung und Erweiterung des Landesmuseums in Zürich (seit 2002), der Umbau der Swiss Church in London (2010) sowie das Wohn- und Geschäftshaus VoltaMitte in Basel (2010). 2010 gewann das Büro den Wettbewerb für die Erweiterung des Kunstmuseums in Basel, die 2015 fertig gestellt werden soll.

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Foto: Jan Bitter

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