Architektur Galerie Berlin

Ausstellungsansicht von "Miller & Maranta"

Miller & Maranta Veduten

Das Basler Architekturbüro Miller & Maranta hat sich mit Projekten wie dem Mehrfamilienhaus Schwarzpark in Basel (2004), der behutsamen Restaurierung und Erweiterung der Villa Garbald von Gottfried Semper in Castasegna (2004) und der Aufstockung des Alten Hospizes auf dem Gotthardpass (2010) international etabliert. 2016 wird ein Bürohaus für das Schweizer Ingenieurunternehmen Ernst Basler + Partner auf dem Kunstcampus Berlin fertiggestellt.

Die städtebaulichen und architektonischen Ausformulierungen ihrer Projekte reagieren differenziert auf Aspekte der spezifischen örtlichen Situation – immer jedoch in zeitgenössischer Sprache. Das Augenmerk gilt dabei dem Aufspüren von Erinnerungen, Stimmungen, Materialien, Klang- und Lichtverhältnissen des jeweiligen Ortes. Die Aspekte, die deren Besonderheit prägen, werden dann mit selbstbewussten und eigenständigen Bauwerken neu interpretiert, so dass sich schließlich Ort und Interpretation überlagern.

Die von Miller & Maranta für die Architektur Galerie Berlin konzipierte Ausstellung stellt fünf Projekte vor und bedient sich dabei einer besonderen Technik. Denn die Annäherung an das Wohnhaus Schwarzpark, die Villa Garbald, das Hotel Waldhaus, das Wohnhaus Zollikerstrasse und das Bad Samedan erfolgt mittels stereoskopischer Filme, die der Zürcher Filmemacher Samuel Ammann für die Ausstellung produziert hat.

In dem die Architekten diese Technik verwenden thematisieren sie zwei Aspekte gleichzeitig: Die mit zwei versetzt angeordneten Kameras aufgenommenen räumlichen Annäherungen berühren das grundsätzliche Thema der Raumwahrnehmung, die nur in der Bewegung möglich ist. Gleichzeitig nimmt diese Technik Stellung zu den Möglichkeiten der Neuen Medien: Die präzise Wahl innerhalb der scheinbar unendlichen Möglichkeiten bedeutet nicht automatisch einen Mangel, sondern führt zu einer Fokussierung – die Konzentration auf ein spezielles Moment ermöglicht eine vertiefende Auseinandersetzung. Die Präsentation der vedutenhaften Filme in einem skulpturalen „Guckkasten“ unterstützt die Idee der konzentrierten sinnlichen Darstellung von Architektur.

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Foto: Jan Bitter

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