Architektur Galerie Berlin

Vorschaubild zu „Adolf Krischanitz“

Adolf Krischanitz: Bentwood Serie, Braun Lockenhaus, Foto: Heinz Schmölzer

Eröffnung

Adolf Krischanitz Inventur

Begrüßung: Ulrich Müller

Einführung: Elisabeth Ruge mit Susanne Kippenberger

Basierend auf den Entwürfen für zahlreiche Gebäude aus den Bereichen Kultur, Wohnen, Gewerbe, Bildung etc. hat Adolf Krischanitz Innenausstattungen entworfen, die sich mit wenigen Ausnahmen jeweils aus den laufenden Bauaufgaben entwickelt haben. Die im Zuge der architektonischen Arbeit entstandenen Interieurs sind in der Regel nicht nur Sessel, Tisch, Liege und Lichtobjekte, sondern sind konstitutiver Teil des räumlichen Aufbaus und der Gestion des integralen architektonischen Raumes. Alles in allem liefert er durch sein Werk einen bemerkenswerten Beitrag zu einem wichtigen Aspekt der jüngeren österreichischen Architekturgeschichte. Die Entwicklung dieser Arbeiten ist anfänglich durch historisierende postmoderne Tendenzen gekennzeichnet, um schließlich in radikalere direkte Versuche zur Anknüpfung an die inzwischen fast verloren gegangene Entwurfstradition des regionalspezifischen Ausstattungshandwerks in Wien zu münden. Außerdem werden Kooperationen mit anderen Architekten (Otto Kapfinger, Hermann Czech), mit Künstlern (Oskar Putz, Gilbert Bretterbauer, Helmut Federle, Gerwald Rockenschaub) gesucht und zu spezifischen Entwurfsergebnissen gebracht, die sich jenseits aller modischen Tendenzen trotz oder gerade wegen ihrer zeithältigen Materialität heute wie zeitlos gerieren.

Anlässlich der Ausstellung „Adolf Krischanitz – Inventur (curated by Edelbert Köb)“ in der Galerie Mario Mauroner Contemporary Art erschien Ende 2016 das Buch „Adolf Krischanitz – Das Inventar ist das Buch der Inventur“ im Wiener Album Verlag. Darin werden die von Adolf Krischanitz seit mehreren Jahrzehnten getätigten Interieurentwürfe einer umfassenden Inventur unterzogen und zusammen mit ausführlichem Plan- und Bildmaterial publiziert. Für die theoretische Auseinandersetzung sorgen Textbeiträge von Sebastian Hackenschmidt, Otto Kapfinger, Marcel Meili und Adolf Krischanitz.

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