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Architektur Galerie Berlin

Junge Talente Nr. 1: FH Potsdam / Entwurfsklasse Prof. Brenner Tempelhofer Feld Berlin

Die erste Ausstellung am neuen Standort in der Karl-Marx-Allee widmet sich dem Flugfeld des Flughafens Tempelhof und damit einem brisanten Thema aktueller Berliner Stadtentwicklung. Denn nach der Schließung des Flughafens steht dort eine innerstädtische Fläche von immenser Größe zur Verfügung. In einem experimentellen Entwurfsprojekt haben Studenten der Potsdam School of Architecture unter Leitung von Prof. Klaus Theo Brenner städtebauliche Konzeptionen für das Areal entwickelt. Grundlage dafür bildet die Idee der Rasterstadt, die im 19. Jahrhundert zum beherrschenden Stadtmodell der Großstadtentwicklung zwischen Barcelona und Chicago wurde. Dieses mechanistische Stadtmodell hat sich bis heute aufgrund seiner strukturellen Neutralität als ideale und pragmatische Grundstruktur für das städtische Flächenwachstum unter unterschiedlichen historischen Bedingungen erwiesen. Es ist das zugleich älteste und auch modernste Stadtmodell und wurde immer wieder (z. B. von Camillo Sitte) als stur und unmenschlich abgelehnt. Diese Kritik haben die Studenten zum Anlass genommen, den Begriff des Labyrinthischen, als Synonym für Stadt und Unterschiedlichkeit zu thematisieren und in Form einer Transformation des Rasterstadtmodells strukturell umzusetzen. Für dieses städtebauliche Entwurfsexperiment bildet das Tempelhofer Feld einen idealen Standort: Die Idealstadt von einem Kilometer Seitenlänge erhebt sich wie eine Fata Morgana aus dem flachen Gelände zwischen Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg.

www.fh-potsdam.de

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