Architektur Galerie Berlin

Pforzheimer Kurier Berliner Forum für Architektur

Theo Westermann

Während die Region Nordschwarzwald und ihre Metropole Pforzheim sich mühen, in Berlin am 4. Juli bei der so genannten Stallwächterparty in der baden-württembergischen Landesvertretung gut anzukommen, kann ein Pforzheimer sich beruhigt zurücklegen. Denn er ist schon in Berlin angekommen.

Dies nicht nur wie seit Jahren geschäftlich, sondern nun auch als Bestandteil von Berlins boomender Kulturszene. Pforzheims prominentester Architekt, Peter W. Schmidt, stellt in der Architektur Galerie Berlin aus. Der so Ausgezeichnete freut sich natürlich: „Da kann man sich nicht bewerben, da wird man angesprochen.“

Am heutigen Donnerstag wird seine Ausstellung Volumina in der Galerie in der Karl-Marx-Allee eröffnet, dort zu sehen sind die Abbildungen verschiedener Projekte von Schmidt als Bronzeskulpturen. Schmidt hatte die Idee, die Kunstgießerei Balzer in Niefern-Öschelbronn führte die praktische Arbeit aus. Durch das Mittel des Bronzegusses werden Schmidts Bauten auf ihre wesentlich räumliche Substanz reduziert. Ergänzt werden die zehn Bronzeskulpturen durch Fotografien von Stefan Müller, die die Bauten von Schmidt im Kontext ihrer Umgebung zeigen. Darunter sowohl in Bronze wie in der erklärenden Fotografie einige der Pforzheimer Bauten Schmidts, nämlich der preisgekrönte Neubau für Wieland Dental auf der Wilferdinger Höhe, der neue Gebäudeteil des Industriehauses sowie zwei Bankgebäude aus der Region.

Schon seit 1992 hat Peter W. Schmidt mit einem eigenen Büro ein Standbein in Berlin. Nachdem die Architektur Galerie Berlin an ihrem Standort in Berlin-Mitte seit 2002 Ausstellungen zur Schnittstelle von Architektur und Kunst zeigt, wurde im August 2006 mit dem „Werkraum“ in der Karl-Marx-Allee ein zweiter Standort eröffnet. Hier werden konzeptionelle Ausstellungen zu ausgewählten Architekturprojekten oder Bauaufgaben gezeigt.

Durch die Auseinandersetzung mit speziellen Themen und deren adäquate Präsentation soll im denkmalgeschützten Ensemble der Karl-Marx-Allee ein Forum für die Auseinandersetzung mit Architektur jenseits konventioneller Ausstellungspraxis sein, so die Initiatoren.