Architektur Galerie Berlin

Menu

Günther L. Eckert. Die Röhre – Eine Architektur für denkbare Zeiten

20 Euro

Herausgeber: Michael Fehr
Vorwort und Text „Heimat des Menschen: Natur oder Technik?“: Michael Fehr

Editorische Notiz

Günther L. Eckert hat sein Konzept „Die Röhre. Eine Architektur für denkbare Zeiten“ in den späten1970er Jahren auf einhundert Blatt Schreibmaschinenpapier im Format DIN A3 verfasst. Die Blätter sind auf das Format DIN A4 gefaltet: Auf den jeweils rechten Seiten stehen die mit Text versehenen Handzeichnungen bzw. handgeschriebene Texte, auf den jeweils linken deren Transkriptionen, die von Eckerts Frau Erni, die im Übrigen auch als seine Beraterin in naturwissenschaftlichen Fragen fungierte, mit einer elektrischen Schreibmaschine angefertigt wurden. Die Zeichnungen und Texte hat Eckert mit einem feinen Tuschestift (in einigen Fällen auch mit groben Filzstift) ausgeführt bzw. geschrieben und häufig durch Schwärzung oder Übermalung (mit Korrekturflüssigkeit) zuweilen auch im Typoskript verändert. Diese Korrekturen sind in den Reproduktionen nur zum Teil sichtbar. Bei einigen Blättern wurden die Zeichnungen durch Collagen (Fotokopien) oder Malerei ergänzt. Auf zehn Blätter sind zum Teil farbige Abbildungen aus (vermutlich) Zeitschriften geklebt, die Eckert mit Zeichnungen überarbeitet hat. Auf sieben Typoskript-Seiten sind (vermutlich von ihm selbst angefertigte) Fotogramme montiert. Einige Zeichnungen erstrecken sich über das volle Format und lassen sich deshalb nur bedingt im Buch reproduzieren. Das Manuskript umfasst vierzehn Computerausdrucke auf Originalpapier mit statischen Berechnungen der Ingenieure Sailer & Stepan (München), von denen hier nur die drei mit Eintragungen von Eckert in Originalgröße reproduziert wurden.

Das Manuskript wurde zum ersten Mal 1980 im Heinz Moos Verlag, München, als eine Publikation des Museum Bochum – Kunstsammlung veröffentlicht und dort in einer Ausstellung vom 8. März bis 27. April 1980 gezeigt. Weitere Ausstellungen fanden im Kunstverein Aachen (1980/81) und im Karl Ernst Osthaus Museum Hagen (2002) statt. Diese schon lange vergriffene Publikation enthielt auch einen Essay des Herausgebers, der in Reaktion auf Diskussionen mit Eckert entstand und hier nochmals abgedruckt wird.

Für die vorliegende Publikation wurden die von Günther L. Eckert gestalteten Blätter seines Manuskripts digitalisiert und um etwa 11 Prozent verkleinert reproduziert. Die Texte wurden neu transkribiert und nur in Einzelfällen, z.B. bei offensichtlichen Flüchtigkeitsfehlern, korrigiert.

Eckerts Text hat – soweit es sich nicht um technische Beschreibungen oder Erläuterungen handelt – eher den Charakter einer Rede als den eines ausgefeilten Traktats; er ist nicht selten von polemischen Formulierungen durchsetzt, enthält manche Wiederholung, zahlreiche Wortschöpfungen sowie grammatikalische Konstruktionen des Autors und lässt erkennen, dass er aus der bayerischen Mundart heraus ins Schriftdeutsche formuliert wurde. Das macht den Text zwar zu einer originellen Lektüre, doch an manchen Stellen schwer verständlich. Auf seine redaktionelle Überarbeitung wurde verzichtet, weil diese nicht mit dem Autor hätte abgestimmt werden können. Allerdings erschweren diese Eigenheiten des Textes auch seine Übersetzung in eine andere Sprache: Um einen im Englischen lesbaren Text vorlegen zu können, wurden daher einige Passagen eher sinngemäß übertragen als (wörtlich) übersetzt.

Vorschaubild zu „Günther L. Eckert. Die Röhre – Eine Architektur für denkbare Zeiten“
6 Bilder
,
,
,
,
,
,