Architektur Galerie Berlin

Navigation

Welt online Es rappelt an der Kiste

Anna-Carla Melchert

Berlin ist eine der wichtigsten internationalen Kunstmetropolen. Trotzdem fehlt eine Schnittstelle zwischen Galerien und Museen. Vor gut zwei Jahren stampften deshalb Coco Kühn und Konstanze Kleiner unter dem Namen „White Cube Berlin“ die Ausstellung 36 x 27 x 10 im abbruchreifen Palast der Republik aus dem Boden. Eine Ausstellung, die in kürzester Zeit rund 36 international bekannte Künstler vereinte. Sie sind nun auch die Initiatoren der „Temporären Kunsthalle Berlin“. Der österreichische Architekt Adolf Krischanitz entwarf die Kunsthalle in Form einer riesigen Box, in der es neben 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche auch ein Café und einen Buchladen geben soll. Ein starker Gegensatz zum sonstigen Erscheinungsbild der neo-barocken Architektur im Zentrum Berlins. „White Cube Berlin“ und der vor einem Jahr gegründete Künstlerische Beirat beauftragten nun acht Künstler, die schon an der legendären Ausstellung im Palast teilnahmen, Entwürfe für die Gestaltung der Fassade abzuliefern. Die Architektur Galerie Berlin zeigt derzeit die Gestaltungsideen. Idealerweise soll sich die Außenannsicht der Kunsthalle immer wieder ändern. Bis jetzt allerdings können nur zwei der acht Konzepte finanziert werden. Ab September wird die temporäre Kunsthalle auf dem Gelände neben dem ehemaligen Palast der Republik errichtet, muss aber 2010 leider für den Wiederaufbau des Stadtschlosses wieder weichen. Rund zwei Jahre hat Berlin nun die Chance, zu zeigen, wie wichtig ein solcher Ort für die Kunstlandschaft der Hauptstadt ist. Der attraktive Platz wird allerdings verloren sein. Der Entwurf von Gerwald Rockenschaub für die Temporäre Kunsthalle Berlin wird als erstes umgesetzt. Auf dem Bild sieht man, wo die Box auf der Museumsinsel platziert sein wird.